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Ich freue mich, dass Sie hier sind!

Ich bin Dienstleister im Bereich  Maschinensicherheit und biete einen alle Steuerungs- und Sicherheitskomponenten betreffenden Service für Blechbearbeitungsmaschinen.

Das heißt im Einzelnen:

Maschinensicherheit für Blechbearbeitungsmaschinen

Sollte Ihnen unklar sein, ob mein Angebot zu Ihrem Problem passt oder Sie haben Wichtigeres zu tun, als hier zu lesen, rufen Sie mich gern an (01727509529), schreiben Sie mir oder benutzen Sie das Kontaktformular.

 

 

 

Maschinensicherheit, allgemeine Aspekte, Normen, „UVV-Prüfungen“, die Rolle der Berufsgenossenschaften heute

Maschinensicherheit ist inzwischen in Deutschland wie auch in der EU ein komplexes Thema. Früher haben die Berufsgenossenschaften als Versicherer verbindliche Regeln erlassen, die in weiten Teilen die Sicherheitsanforderungen an Maschinen festgelegt haben. So kam beispielsweise die Bezeichnung „UVV Prüfung für hydraulische Pressen“ in den Sprachgebrauch, die noch heute verwendet wird.

Die Bezeichnung „UVV Prüfung für hydraulische Pressen“ ist jedoch nicht ganz korrekt; heutzutage verwendet man die Bezeichnung „wiederkehrende Prüfung“. Wiederkehrende Prüfung, weil die UVV Prüfung in regelmäßigen Abständen, also wiederkehrend, durchgeführt werden muss. Die „UVV Prüfung für hydraulische Pressen“ bzw. die wiederkehrende Prüfung ist für den sicheren Zustand der Anlage äußerst wichtig.

Gegenwärtig geht es außerdem nicht mehr um die Unfallverhütungsvorschriften und Forderungen einer Versicherung, sondern um Richtlinien und Normen, die in nationales Recht umgesetzt werden. Der Prozess sieht etwa so aus: Die EU-Kommission erlässt eine Richtlinie, Normgremien (CEN, CENELEC) erlassen EU-Normen, diese werden durch Behörden in nationales Recht umgesetzt. Ein umfassendes Beispiel hierfür ist die Maschinenrichtlinie und die daraus resultierende CE-Kennzeichnung. Es gilt aber auch für die sicherheitsrelevanten Normen.

Normung zur Maschinensicherheit

Das gesamte geltende Normenwerk weist klare Strukturen auf und deckt den gesamten Bereich der Maschinensicherheit ab.

Die Struktur sieht wie folgt aus: A Normen (Sicherheitsgrundnormen), es gibt nur eine, die ISO 12100 Sicherheit von Maschinen. B1 Normen (Sicherheitsaspekte), z.B. ISO 13857 Sicherheitsabstände. B2 Normen (Sicherheitseinrichtungen), z.B. ISO 13850 Nothalt. C-Normen (bestimmte Maschinen oder Maschinengruppe), z.B. DIN EN 693 (Werkzeugmaschinen – Sicherheit – Hydraulische Pressen)

Wie Sie sehen, geht die Struktur von allgemein nach konkret.

Weitere Beispiele:

B-Normen

ISO 14119 Sicherheit von Maschinen – Verriegelungseinrichtungen in Verbindung mit trennenden Schutzeinrichtungen

ISO 13854 Sicherheit von Maschinen – Mindestabstände zur Vermeidung des Quetschens von Körperteilen

 

C-Normen

EN 12622 – Hydraulische Gesenkbiegepressen

EN 692 – Mechanische Pressen

ISO 10281-1 – Industrieroboter

Das schöne an C-Normen ist, dass sie klar definieren, welche Sicherheitsanforderungen für den entsprechenden Maschinentyp gestellt werden.

Leider gibt es diese konkreten Normen nicht für alle Maschinentypen. Bei Maschinen ohne C-Norm legt der Betreiber im Rahmen seiner Gefährdungsbeurteilung Umfang und Intervall der wiederkehrenden Prüfung von Sicherheitsfunktionen und Schutzeinrichtungen fest.

Leider ist das alte Denken „ja, aber die BG hat doch gesagt“ gerade in mittelständischen Unternehmen, die häufig personell gar nicht die Möglichkeit haben, eine firmeninterne Sicherheitsstruktur aufzubauen, immer noch recht verbreitet. Die Berufsgenossenschaften sind Versicherer, die zu Recht Forderungen an die Arbeitssicherheit stellen, sie machen aber nicht die geltenden Regeln.

CE-Kennzeichnung und Maschinenrichtlinie

Die CE-Kennzeichnung obliegt dem Hersteller. Eine Maschine darf nur dann in der EU in Verkehr gebracht und in Betrieb genommen werden, wenn sie alle Bestimmungen aller geltenden Richtlinien erfüllt. Zur Validierung muss der Hersteller ein Konformitätsbewertungsverfahren durchführen. Das gilt auch für Maschinen, die vom Betreiber für den Eigengebrauch gebaut werden.

Die Maschinenrichtlinie (2006/42/EG) legt die Sicherheitsanforderungen fest und gleicht diese zwischen den EU-Staaten ab. Die Maschinenrichtlinie hat Gesetzescharakter. Hier werden Markteinführung, Konformitätsbewertungsverfahren und CE-Kennzeichnung geregelt.

Betriebssicherheitsverordnung, Arbeitsmittelbenutzungsrichtlinie

Während die CE-Kennzeichnung und damit die Normkonformität Sache des Herstellers ist, sind Betriebssicherheitsverordnung und Arbeitsmittelbenutzungsrichtlinie verpflichtend für den Maschinenbetreiber.

Die Betriebssicherheitsverordnung dient der Verbesserung des Arbeitsschutzes bei der Verwendung von Arbeitsmitteln. Die Anforderungen an die sichere Verwendung von Arbeitsmitteln werden als Schutzziele beschrieben. Die wiederkehrende Prüfung ist dabei ein wichtiges Element.

Sicheres Betreiben von Maschinen bedeutet neben den Verpflichtungen des Herstellers (Maschinenrichtlinie, Produktsicherheitsgesetz) die sichere Bereitstellung einer Maschine unter Beachtung der Arbeitsmittelbenutzungsrichtlinie, des Arbeitsschutzgesetzes und der Betriebssicherheitsverordnung.

Die Betriebssicherheitsverordnung verpflichtet den Betreiber zu einer Gefährdungsbeurteilung und zu regelmäßigen Prüfungen der Sicherheitsaspekte. Eine Unterlassung hat rechtliche Folgen und wird entweder nach §22 bei als Ordnungswidrigkeit oder bei Vorsatz in §23 als Straftat geahndet. Die wiederkehrende Prüfung ist somit Pflicht.

Die Gefährdungsbeurteilung ist vor der erstmaligen Verwendung durchzuführen und regelmäßig zu wiederholen. Die Vorgehensweise bei der Gefährdungsbeurteilung ist dabei folgende: Informationen beschaffen – Gefährdungen ermitteln – Gefährdungen ermitteln – Gefährdungen bewerten – Maßnahmen festlegen – Maßnahmen umsetzen – Wirksamkeit prüfen. Das alles muss dokumentiert und regelmäßig wiederholt werden.

Alle Angaben des Herstellers (CE) und die damit einhergehende Sicherheitsvermutung entbinden den Betreiber nicht von dieser Verpflichtung

Die Arbeitsmittelbenutzungsrichtlinie verpflichtet den Betreiber in Artikel 4a ebenfalls zur regelmäßigen Prüfung seiner Arbeitsmittel (Maschinen).

Das ist nur ein kurzer Überblick über den aktuellen Stand der Maschinensicherheit. OB Gefährdungsbeurteilung, wiederkehrende Prüfung von Maschinen, Erstprüfung oder Wiederholungsprüfung von Schutzeinrichtungen (z.B. BWS-Prüfungen) – Ich führe sämtliche Prüfungen im Rahmen der Maschinensicherheit durch.