
Bei der Hera COP 160 t (6 m) in Andalusien war die vorhandene Pilz PSS 3000 fehlerhaft und fiel gelegentlich aus. Eine genaue Diagnose war nicht möglich, weil die Software/Projektstände nicht mehr vorhanden waren. Außerdem ist die PSS 3000 veraltet und out of service.
Der Betreiber hat deshalb die Sicherheitssteuerung gezielt modernisiert: PSS 3000 → das PNOZmulti.
Zusätzlich wurde ein betreiberseitiger VPN-Zugang eingerichtet. Damit sind Fehlerdiagnosen und Softwareanpassungen an der Sicherheitssteuerung auch aus der Ferne möglich.
Umfang
Aus Kostengründen wurde nur das ersetzt, was die Probleme verursacht hat:
- Sicherheitssteuerung: Pilz PSS 3000 → das PNOZmulti
- Türpositionsschalter: Zungenschalter → Pilz PSENmag
- Rest der Steuerung blieb im Bestand
Vorgehensweise
- Schaltpläne vollständig neu erstellt, weil die vorhandenen Pläne altersbedingt nicht mehr aktuell waren
- Software für das PNOZmulti entwickelt
- Hardware ersetzt
- Schaltschrank angepasst (Einbau, Verdrahtung, Beschriftung, I/O-Zuordnung)
- Inbetriebnahme mit systematischen Tests
- Fehlerbeseitigung bis zur stabilen Funktion


Vorbereitung & Dauer
So viel wie möglich wurde vorab vorbereitet, um Risiken vor Ort zu senken und die Maschinenstillstandszeit gering zu halten.
Der Umbau vor Ort hat trotzdem 4 Tage gedauert – inklusive Inbetriebnahme und Fehlerbeseitigung.
Remote-Zugriff über Betreiber-VPN
Der VPN-Zugang läuft über die Betreiber-IT. Damit sind möglich:
- Remote-Diagnose (Zustände, Signalbilder, Ursachenanalyse)
- Softwareanpassungen im vereinbarten Rahmen
- schnellere Reaktion ohne Anreise
Dokumentation
- Schaltpläne (neu)
- I/O-Liste
- kurze Funktionsbeschreibung
- Test-/Prüfprotokoll
- Projekt-/Versionsstand als Backup
Einordnung zum Hauptartikel
Das PNOZmulti-Upgrade ist ein separater Schritt zusätzlich zum Umbau aus dem verlinkten Hauptartikel. Auslöser waren die Ausfälle der PSS 3000, fehlende Software für Diagnose/Änderungen und der Lebenszyklus der alten Steuerung.

