Umrüstung einer Einzylinderpresse

In 2013 habe ich im Auftrag der innerbetrieblichen Fachkraft für Arbeitssicherheit in Verbindung mit Gefährdungsanalysen eine Sicherheitsprüfung an der abgebildeten Presse durchgeführt. Die Maschine verfügte über keinerlei Arbeitsraumabsicherung oder eine benutzbare Fingerschutzmaßnahme.

Maschine vor der Umrüstung

 

Weiterhin entsprach die Steuerung nicht den geltenden Sicherheitsvorschriften für Pressen.

Schaltschrank vor der Umrüstung

In 2014 wurde nach Absprache der Vorgehensweise vom Betreiber eine BWS und eine überwachte Schutzür installiert und durch mich die Steuerung durch ein PNOZmulti ersetzt.
Die Ausfallzeit für die Umrüstung betrug 6 Tage und die Kosten waren durch die geteilten Aufgaben überschaubar. Die Steuerung und die neu erstellte Dokumentation ermöglichen eine deutlich schnellere Fehlerdiagnose und verkürzen ggf. Reparaturzeiten. Auch dadurch, dass sich wesentlich weniger, neue und funktionsstabilere Komponenten im Schaltschrank befinden.

Schaltschrank nach dem Umbau

 

Lichtvorhang zur Absicherung des forderen Arbeitsbereiches

 

Gesamte Bereichsabsicherung

 

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Frage zu Ihrem Beitrag hier und der „Umrüstung Light“:
    Was haben Sie mit der einkanaligen Hydraulik gemacht? Wurden stellungsüberwachte Ventile eingebaut, Überwachen Sie die? Wenn nein, wie schließen Sie dann aus, daß mal ein Ventil hängen bleibt und die Maschine trotz neuer Elektrik runter kommt? Der Einsatz einer BWS als Schutzeinrichtung setzt eine sichere Elektrik und Hydraulik voraus. Entspricht die Hydraulik dem Pl e, so daß das Lichtgitter verwendet werden kann?

  2. Hallo Herr Semmler,
    richtig, das PLE muss vom Sensor zum Aktor erhalten bleiben. Die Hydraulik erforderte keine Änderungen, es gibt zwei „in Reihe“ liegende Sicherheitsventile, deren Stellungsüberwachunungen ich im PNOZ auswerte. Hätte ich im Beitrag erwähnen sollen.

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